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Tipp: Migration von Firefox und Thunderbird inclusive aller Einstellungen und Daten

Tipp: Migration von Firefox und Thunderbird inclusive aller Einstellungen und Daten

Ich habe in der Vergangenheit etliche Tools und Synchronisierungsdienste ausprobiert.

Leider war bisher davon nichts zufriedenstellend.

  • Entweder es wurde nicht alle Einstellungen kopiert,
  • der Browser oder das E-Mail-Progamm starteten hinterher nicht mehr,
  • es gab keine Release Notes, aus denen ersichtlich ist, ob das Programm mit der aktuellen Browser oder E-Mail Programmversion noch funktioniert,
  • oder ich möchte auch natürlich keine vertraulichen Daten, wie Passwörter und Lesezeichen, auf irgendwelche fremden Server legen.

Bei Firefox und Thunderbird habe ich das Problem, deshalb jetzt anders gelöst.

 

Auf meinem ersten Rechner besteht folgende Ausgangs-Situation

  • Windows XP
  • Thunderbird 6.0 (Stationäre Installation)
  • Firefox 6.0 (Stationäre Installation)
  • Ich habe mehrere IMAP-Postfächer und ein Exchange-Postfach.
  • Sowohl im Thunderbird als auch im Firefox sind jeweils mehr als 30 Add-ons installiert.
  • Meine Postfächer haben ein Datenvolumen von mehr als 3 Gigabyte.
  • Ich benutze den Passwortmanager und habe dort etliche Passwörter gespeichert.
  • Im Thunderbird habe ich etwa 10 Filterregeln eingerichtet.
  • Thunderbird benutze ich außerdem als RSS-Reader.
  • Die E-Mails liegen offline vor.
  • Die Benutzerprofile liegen nicht mehr auf dem Defaultpfad, sondern in einem anderen Verzeichnis.

Firefox und Thunderbird sollen inclusive aller Einstellungen und Daten auf einen zweiten Rechner kopiert werden.

  • Windows 7
  • Thunderbird 6.0 (Portable Version)
  • Firefox 6.0 (Portable Version)

Ich besorge mir

und installiere alles auf einem USB-Stick (A:).

Robocopy.exe ist in denWindows Server 2003 Resource Kit Tools enthalten und läuft auch auf einem normalen Windows XP oder Windows 7 und hat gegenüber dem normalen copy.exe den Vorteil, dass damit Verzeichnisse synchronisiert werden können, ohne schon vorhandene, aktuelle Dateien nochmal zu kopieren, nicht mehr benötigte Dateien werden gelöscht.

Dann suche ich die Profilverzeichnisse von

  • Thunderbird 6.0 (Stationäre Installation)
    = V:\mozilla\_mozilla.slt
  • Firefox 6.0 (Stationäre Installation)
    = V:\mozilla\_firefox.slt
  • Thunderbird 6.0 (Portable Version)
    = A:\Portable Firefox\profile
  • Firefox 6.0 (Portable Version)
    = A:\Portable Thunderbird\Profilordner

und kopiere sie mit dem Kommando robocopy auf den USB-Stick

  • robocopy.exe „V:\mozilla\_mozilla.slt“ „A:\Portable Thunderbird\Profilordner“ /MIR
  • robocopy.exe „V:\mozilla\_firefox.slt“ „A:\Portable Firefox\profile“ /MIR

Auf dem Zielrechner mache ich das genau umgekehrt.

Diese Kommandos schreibe ich mir in eine CMD-Datei, damit ich sie jederzeit wiederholen kann.

  • robocopy.exe „A:\Portable Thunderbird\Profilordner“ „Y:\Portable Thunderbird\Profilordner“ /MIR
  • robocopy.exe „A:\Portable Firefox\profile“ „Y:\Portable Firefox\profile“ /MIR

Jetzt lassen sich auf dem Zielrechner FirefoxStarter.exe bzw. ThunderbirdLoader.exe problemlos ausführen. und mit robocopy.exe kann ich jederzeit den Zielrechner mit dem Quellrechner synchronisieren.

Mit dem Profilemanager thunderbird.exe „-ProfileManager“ oder firefox.exe „-ProfilManager“ war es mir sogar möglich auf dem Zielrechner in der stationär installierten Version das Profil der portablen Version zu nutzen.

Neues Profil erstellen und dann einfach das Profilverzeichnis der portablen Version auswählen.

Den ProfileManager kann man übrigens auch dazu benutzen, herauszufinden wo das Default-Profil liegt. Wenn man Profil erstellen aufruft, dann auf Ordner wählen klickt wird das gerade aktuelle Profil markiert. Nacdem man sich diesen Pfad gemerkt hat sollte man den ProfilManager wieder abbrechen, außer man will wirklich ein neues Profil erstellen.

Add-ons, die extern Hilfsprogramme voraussetzen, wie z.B. Add-on EnigMail und Programm GnuPGP funktionieren natürlich nur, wenn dieses Programm am Zielrechner auf den selben Pfad gefunden wird.

Probleme bei diesem Verfahren sehe ich allerdings auch, wenn der Zielrechner ein Linux-, Solaris- oder MacOS-Betriebssystem hat. Ich habe es bisher nicht ausprobiert.

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