Warnung

Warnung: Wieder eine Local Privilege Escalation im Linux Kernel veröffentlicht

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Am 7.7.2026 haben die Sicherheitsforschenden von Nebula Security Details über eine Schwachstelle veröffentlicht, die eine lokale Rechteausweitung auf allen Linux-Kernel Installationen seit 2011 ermöglicht und gerade unter dem Namen „GhostLock“ durch die Fachpresse geht.

Hierzu einige Links:

https://nebusec.ai/research/ionstack-part-2/

https://nvd.nist.gov/vuln/detail/CVE-2026-43499

https://thehackernews.com/2026/07/15-year-old-ghostlock-flaw-enables-root.html

Im Gegensatz zu den Schwachstellen der CopyFail Familie im Mai wurde die Schwachstelle schon im April an die Kernel-Entwickler gemeldet und zeitnah behoben. Jedoch wurde die Kritikalität der Schwachstelle von vielen Distributoren anders eingeschätzt, weshalb viele Distributionen bis jetzt noch keine Patches bereitgestellt haben. Nachdem nun Proof of Concept Code öffentlich verfügbar ist, muss ab sofort mit Angriffen gerechnet werden, die diese Lücke ausnutzen. Ebenso ist zu hoffen, dass nun zeitnah Patches für die an der FAU installierten supporteten Linux-Versionen bereitgestellt werden.

Aktuell (Stand 9.7.2026) wissen wir von aktualisierten Kernelpaketen für:

Für diese Schwachstelle gelten ähnliche Empfehlungen wie bereits für die LPEs im Mai:

Potentiell betroffen sind alle Linux Systeme der letzten 15 Jahre auf denen normale Benutzerkonten Code ausführen können. Besonders betroffen sind daher Terminal-/MultiUser-Server, Container-Umgebungen (die Nutzer können auf diesem Weg ggf. auch aus dem Container ausbrechen), Build Pipelines und Webhosting Server (z.B. mit exec() Zugriff oder aktiviertem PHP FFI).

Was nun zu tun ist:
  1. Patches installieren sobald verfügbar
    Die Kernel-Entwickler haben bereits seit dem 20.4.2026 einen entsprechenden Patch zur Verfügung gestellt. Leider wurde dieser Patch von vielen Distributionen nicht als dringend eingeschätzt und daher nicht auf aktuell installiere Versionen zurückportiert. Es wird nun mit zeitnaher Verfügbarkeit von entsprechenden Patches gerechnet.
    Reboot nicht vergessen!
  2. Zugriff / Codeausführung sperren
    Wenn Patches für Ihr Linux-System (noch) nicht zur Verfügung stehen, empfehlen wir dringend, den Systemzugriff bzw. das Ausführen von eigenem Code für alle unprivilegierten Nutzerkonten zu unterbinden – auch wenn dies mit vorübergehenden Betriebseinschränkungen verbunden ist.

Gemeinsam mit dem Infosec-Team beobachten wir die Situation weiter und aktualisieren ggf. diese Meldung.