Hochleistungsrechner (HPC)

Für numerische Simulationen aber auch Big-Data-Anwendungen werden häufig Hochleistungsrechner und Compute-Server benötigt, die leistungsfähiger sind, als der eigene PC auf dem Schreibtisch. Das RRZE betreibt für die Wissenschaftler der FAU verschiedene Hochleistungsrechner und Compute-Server, die jeweils für unterschiedliche Anwendungsanforderungen optimiert sind (z.B. serieller Durchsatz, hoher Hauptspeicherbedarf, hohe Parallelität, GPGPUs und Intel Xeon Phi als Acceleratoren, Windows-HPC). Einzelheiten zu den aktuellen HPC-Systemen sind auf unseren Dokumentationsseiten zu finden.

Die meisten HPC-Systeme sind als “Cluster” (=Haufen) von einzelnen Rechenknoten aufgebaut. In den Rechenknoten werden Standardprozessoren von Intel oder AMD genutzt. Die Rechenleistung eines Prozessors ist daher vergleichbar mit der eines PCs; der Hauptspeicher kann je nach System deutlich höher sein, als in einem Standard-PC. Die hohe aggregierte Rechenleistung der HPC-Systeme am RRZE ergibt sich durch die hohe Zahl der Rechenknoten in einem HPC-Cluster und deren ggf. starken Vernetzung. Diese Rechenleistung kann jedoch nur genutzt werden, wenn massiver Durchsatz (z.B. Parameterstudien) oder eine parallele Ausführung (auf einem Distributed-Memory-Cluster) möglich ist.

Alle HPC-Systeme werden im Batch-Modus über ein Queuing-System betrieben, d.h. interaktives Arbeiten mit graphischen Oberflächen von Anwendungen ist nicht oder nur sehr eingeschränkt möglich. Die Laufzeit eines Einzeljobs ist in der Regel auf 24 Stunden beschränkt.

Das RRZE ist assoziiertes Mitglied der Gauß-Allianz und somit zwischen Tier-3- und Tier-2-Zentren angesiedelt. Sofern die am RRZE installierte Rechenleistung nicht ausreicht, unterstützt die HPC-Gruppe ihre Kunden auch bei der Beantragung von Rechenzeitkontingenten auf den Tier-1-Systemen des Gauss Centre for Supercomputing (GCS) in Garching (LRZ), Jülich (JSC) oder Stuttgart (HLRS).

Hochleistungsrechner gelten als Dual-Use-Güter. Die Hochleistungsrechner selbst, aber auch deren Nutzung, unterliegen daher Einschränkungen, die sich aus EU-Recht und aus dem Aussenwirtschaftsgesetz (AWG) sowie der Aussenwirtschaftsverordnung (AWV) ergeben. Für die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen ist jeder Nutzer selbst und der Projektleiter/Auftraggeber im Lehrstuhl verantwortlich, da das RRZE weder Einblick in die Daten seiner Kunden hat, noch Einfluss auf oder Erkenntnisse über Details der durchgeführten Arbeiten hat.

Die Nutzung der Hochleistungsrechner und Compute-Server des RRZE ist auf wissenschaftliche Projekte mit besonderem Rechenbedarf beschränkt. Die HPC-Berechtigung ist stets Personen- und Einrichtungsbezogen, ggf. auch zusätzlich noch Projektbezogen.

  • HPC-Antrag (451,80 KB)

    Benutzer- und Projektantrag für HPC-Benutzung (Stand 07/2017)